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Jugend-Fußball im Sportverein Adler Berlin 1950 e.V. – D-Juniorinnen |
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Sonntag, 20.11.2011 – Punktspiel: Blau-Weiß
Berolina Mitte – SV Adler 4:2 (2:0) |
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Für
desolate Einstellung verdient bestraft (hgd/20.11.11) Schon
das Warmmachen ließ nichts Gutes vermuten, aber auch die darauffolgende
Warnung des Trainers, dass man so im Spiel sein blaues Wunder erleben könnte,
blieb ungehört und bewahrheitete sich in einem nicht für möglich gehaltenen
Ausmaß. Gegen den Drittletzten
Blau-Weiß Berolina Mitte, der bisher in 6 Punktspielen gerade einmal 6 Tore erzielt hatte und bisher nur mit einem 2:1 beim Moabiter FSV punkten konnte, geriet man innerhalb der ersten 7 Minuten mit 0:2 in Rückstand – und schaffte es auch
in der Folge nicht, den Hebel umzulegen. In den gesamten 30 Minuten der 1.Halbzeit brachte man trotz deutlicher
optischer Überlegenheit keinen einzigen ernsthaften Torschuss zustande. Auch nach der Pausenansprache und der
erneuten Aufforderung, nun endlich wach zu werden, Gas zu geben und das Spiel
noch aus dem Feuer zu holen, änderte sich wenig. Als man den Ball dem Gegner
im eigenen Strafraum „mundgerecht“ servierte, stand es 6 Minuten nach der Pause sogar 0:3. Erst in der letzten
Viertelstunde sah man so etwas Ähnliches wie ein Aufbäumen und man sah,
dass dieser Gegner – trotz des Ausfalls einiger Spielerinnen auch von den
vorhandenen Spielerinnen – allemal zu packen gewesen wäre. Aber nachdem Charmaine zwei Großchancen ungenutzt
gelassen hatte (45./47.), lief man bei einem Konter durch die Mitte nur
neben dem Gegner her und der brachte den Ball flach an Vanessa vorbei – 0:4 (49.). 3 Minuten später gelang Isi auf
Zuspiel von Charmaine aus 5m das 1:4 und danach verdeutlichten Chancen
fast im Minutentakt gegen einen jetzt vielleicht auch erschöpfen Gegner, der
sehr gut gekämpft hatte und sehr viel gelaufen war, was möglich gewesen wäre,
wenn man nicht die ersten 45 Minuten des Spiels komplett verschlafen
hätte. Charmaine (55./58.), Isi (53.)
und Renée (56.) ließen gute
bis sehr gute Chancen aus, ehe Renée
in ihrem allerersten Spiel für die Adler den Ball nach schöner Vorarbeit von Charmaine an der Torhüterin
vorbeispitzelte und zum 2:4 (59.)
traf. Irgendwie hatte man jetzt das Gefühl, wenn das Spiel noch
10 Minuten länger dauern würde, wäre es vielleicht noch gewonnen worden.
So aber gab es nur noch einen 2m am Tor vorbei gesetzten 13m-Schuss von Stella in der Nachspielzeit, ehe ihr
das Spiel gut leitender Vater Frank Triebeneck abpfiff. Fazit: Nachdem man in dieser
Saison bisher stets besser war als die Gegner, sich aber aufgrund mangelhafter Chancenverwertung
mehrmals um den Lohn brachte und erst 4 Tage vor diesem Spiel mit dem 1.FC Lübars, einer der beiden besten D-Mädchenmannschaften Berlins, im Pokal auf Augenhöhe agierte, ließ man es vor allem an der Einstellung
vermissen und an allem was dazugehört. Keine Laufbereitschaft, kein Kampf,
kein Einsatz, gefühlte 80% verlorene Zweikämpfe, immer wenn es darauf ankam,
also in der Nähe des eigenen und des gegnerischen Tores. Was nützt die größte
optische Überlegenheit, wenn man vor dem Tor dem Gegner nur zusieht und ihn
tatenlos gewähren klässt. Unglaublich, was man für ein Abwehrverhalten an den
Tag legte, aber noch unglaublicher, wie wenig die fast komplette
Offensivreihe gegen diesen Gegner zustande oder besser nicht zustande
brachte. Immer wieder lief man sich fest, spielte Fehlpässe en masse und
brachte es in den ersten 45 Minuten und damit in ¾ des Spiels auf keinen einzigen ernsthaften Torschuss. Was für ein Armutszeugnis,
denn in der Offensive fehlte nur Julia K.,
die am Mittwoch gegen Lübars trotz einer guten Leistung schon mit einer sich
anbahnenden Erkältung kämpfte und daher nun wegen der Erkrankung nicht zur
Verfügung stand. Alle anderen waren da, aber sie brachten wenig bis nichts
zustande: Stella rackerte zwar
unermüdlich, aber ohne nennenswertes Ergebnis in Form gefährlicher Szenen vor
dem gegnerischen Tor, Charmaine
machte lange Pausen, ließ ihre Gefährlichkeit sporadisch aufblitzen, blieb in
den entscheidenden Momenten aber immer hängen oder schoss aus viel zu großer
Entfernung, Isi kam gar nicht am
Gegner vorbei und alle drei Mittelfeldspieler machten nach hinten viel zu
wenig bis gar nicht mit und überließen die Abwehrarbeit allein den
Abwehrspielerinnen. Ein Lichtblick war Debütantin Renée, die sich sehr bemühte, aber Wunderdinge in ihrem
allerersten Spiel konnte sie nun auch keine vollbringen. Die Abwehr musste auf die
dieses Mal zum E-Mädchen-Spitzenspiel bei Lübars abgestellte Nele verzichten und leider war auch Derya nach ihrem überstandenen
fiebrigen Infekt keineswegs fit und musste im Laufe der 1.Halbzeit
ausgewechselt werden. Lara, Johanna und Jessica hatten mit den keineswegs Angst und Schrecken
verbreitenden Gegenspielerinnen vor allem deshalb ihre liebe Not, weil ihnen
jegliche Konsequenz und jegliches Tempo im Eingreifen fehlte. Die im Tor
eingesetzte Vanessa war leider
auch nicht gerade ein sicher wirkender Rückhalt und die meisten Bälle, die
aufs Tor kamen, waren dann auch drin. Hier hätte die im Tor um einiges
robuster agierende Johanna
vielleicht doch den einen oder anderen Gegentreffer durch ihr entschlossenes
Herauslaufen verhindert, aber gerade ihre größere Robustheit und ihre
größeren läufferischen Fähigkeiten wollte das Trainergespann mit dieser
Aufstellungsvariante zugunsten einer sicherer agierenden Abwehr nutzen. Nach dieser nie erwarteten
Niederlage ist die Saison nun endgültig gelaufen – was die Zielsetzung
Verbandsligaaufstieg angeht. Leider reicht es wohl doch nicht, wenn die eine
oder andere Leistungsträgerin fehlt und wenn man – an diesem Sonntag mit
Ausnahme von Stella – nur auf die
Mädchen zurückgreift, die altersmäßig tatsächlich D-Juniorinnen sind. Hier
fehlt es einigen doch zu sehr an Qualität und es wird noch intensiven
Trainings bedürfen, um dies abzustellen.
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