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Jugend-Fußball im Sportverein Adler Berlin 1950 e.V.    D-Juniorinnen

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Punktspielübersicht

 

 

Mittwoch, 16.11.2011 – BFV-Pokal, Achtelfinale: SV Adler – 1.FC Lübars     1:4 (0:2)

 

Sehr achtbares Pokal-Aus gegen Verbandsliga-Spitzenteam

(hgd/16.11.11) Mit der wahrscheinlich besten Saisonleistung boten die Adler dem haushohen Favoriten 1.FC Lübars über 60 Minuten Paroli, aber einige Momente der Unaufmerksamkeit und fehlende Kalt­schnäuzig­keit vor dem Tor verhinderten mehr als eine sehr achtbare 1:4-Niederlage. Als verlustpunktfreier Verbands­liga-Zweiter und neben Hertha 03 vermutlich einziger ernsthafter Anwärter auf den Berliner Meistertitel kamen die Gäste, die 5 ihrer 7 Verbandsliga-Ergebnisse zweistellig gewonnen und bereits 82:2 Tore erzielt haben, am Mittwoch Abend an die Halker Zeile, aber von einem Klassenunterschied war absolut nichts zu sehen. Wenn sich eines unterschied, dann die Qualität, aus wenigen Chancen Tore zu machen und die ganz leichten Fehler auszulassen, die dem Gegner die Tore auf dem Silbertablett servieren.

 

Das war der entscheidende Faktor – neben dem den Adlern wieder einmal (wie schon in Buchholz und bei den Spandauer Kickers) fehlenden Glück des Tüchtigen, das sich einfach nicht einstellen will. Enorm einsatz- und lauffreudig hatte man sogar den besseren Start in die Partie und brachte es in der ersten Viertelstunde auf 7:0-Torchancen, davon 4 hochkarätigen. Aber es fehlte auch der letzte Zug zum Tor, die letzte Entschlossenheit, vielleicht auch der Glaube, dass man es tatsächlich packen könnte. Und in der Schlussphase der 1.Halbzeit wurde das Nachlassen in der Konzentration dann gleich mit 2 Gegentreffern bestraft.

 

Auch nach dem Wechsel hätte man mit einem Anschlusstreffer durchaus noch einmal ins Spiel zurückfinden können, aber man vergab erst 3 gute Chancen, um dann dem Gegner wie beim 0:2 das 0:3 auf bewusstem Silbertablett zu servieren. Damit war die Messe dann auch endgültig gesungen, aber zumindest ließ man sich nicht hängen und nun gar noch abschlachten. Und nachdem aus einem harmlosen Schuss das 0:4 im Nachschuss resultierte, sorgte die an der Strafraumgrenze gefoulte Julia K. mit einem direkt verwandelten Freistoß wenigstens noch für den hoch verdienten Ehrentreffer zum 1:4-Endstand.

 

Insgesamt eine tolle Mannschaftsleistung eines ausgesprochen zukunftsträchtigen Teams, denn neben Jojo, Nele und Stella standen mit Martha und Julia S. noch 2 Mädchen mehr als sonst in den Punktspielen und damit insgesamt 5 E-Mädchen in der Startformation – dazu kamen mit Charmaine und Julia K. zwei D-Mädchen des jüngeren Jahrgangs und mit der sonst bei den C-Mädchen spielenden Alex nur eine Spielerin des älteren Jahrgangs. Kaum zu fassen, wenn man mit diesem Team, das schon jetzt einem Verbandsliga-Spitzenteam Paroli bot, nicht aufsteigen sollte. Aber das hat man ja nach den Punktverlusten in Buchholz und Spandau bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison leider nicht mehr in den eigenen Händen.

 

1. Halbzeit: Ganz starke Adler verpassen aus 7:0-Torchancen die Führung

Überraschend sind es die Adler-Mädchen, die weitaus besser ins Spiel finden und in der ersten Phase des zaghaften Abtastens bereits mehr vom Spiel haben. Nach einem Steilpass auf Charmaine wird diese dann aus vollem Lauf an ihrem Durchbruch Richtung Tor gehindert und haarscharf vor der Strafraumgrenze mit einer Grätsche von den Beinen geholt, die man durchaus als Notbremse hätte werten können. Jung-Schiedsrichterin Vanessa Fiedler verzichtete jedoch auf jegliche persönliche Strafe und der Freistoß durch Julia K. landete genau in den Armen der Gästetorhüterin (6.). Auf der Gegenseite segelte Adler-Keeperin Jojo kurz darauf an einer Flanke von links vorbei, was aber folgenlos blieb, da die Flanke ins Leere ging (7.).

 

Was nun folgte waren 6 Adler-Chancen in 6 Minuten – aber leider kein Tor. Zunächst schossen Charmaine und Alex nicht platziert genug (9./10.), dann endete ein schöner Alleingang von Stella an der einen Schritt schnelleren Torhüterin, die den Schuss aufs Tor gerade noch verhindern konnte (10.). Dieser ersten Großchance sollte 3 noch hochkarätigere folgen: Erst kam Charmaine nach Zuspiel von Stella vor der Torhüterin an den Ball, die diesen aber irgendwie noch an den Körper bekam und so die Adler-Führung verhindern konnte (12.). Dann ließ die Gästekeeperin eine sich gefährlich auf das lange Eck senkende Bogenlampe von Stella durch die Hände gleiten und Charmaine, die den Ball über die Linie drücken wollte, wurde von der dem Ball hinterherspringenden Torhüterin direkt neben dem Pfosten von den Beinen geholt, wobei der Ball ohne weitere Berührung Zentimeter neben das Tor trudelte. Lübars wollte hier einen Angriff auf die Torhüterin gesehen haben – eine recht eigenwillige Sichtweise bei einem frei spielbaren Ball, aber zu einem Strafstoß konnte sich die von den Lübarser Zwischenrufen möglicherweise beeinflusste Unparteiische auch nicht durchringen, die stattdessen auf Ecke entschied (13.). Die Ecke wurde dann ebenfalls höchst gefährlich, denn der Ball landete etwa 6m vor dem Tor bei Alex und Stella, die sich aber gegenseitig behinderten und dann mit dem Schuss so lange brauchten, bis die Schussbahn von einer Abwehrspielerin blockiert wurde (14.).

 

Was für eine erste Viertelstunde, in der es wieder einmal nur an der Chancenverwertung mangelte. Erst nach 20 Minuten kam ein erster brauchbarer Schuss auf das Adler-Tor – aus 20m Entfernung, aber genau unter die Latte. Adler-Torhüterin Jojo aber pflückte den Ball sicher herunter. Leider landete schon der 2.Lübarser Torschuss im Adler-Kasten, als die kurz zuvor für Julia K. eingewechselte Isi ihre Gegenspielerin ebenso wenig stoppen konnte wie Julia S., die ansonsten abräumte was abzuräumen war. An den Schuss aus spitzem Winkel bekam Jojo noch beide Hände, aber der Ball trudelte dennoch über die Linie – 0:1 (22.). Wieder lag man unverdient zurück und die Gründe waren einmal mehr die gleichen – einfach schade, dass man sich für sein gutes Spiel nicht belohnt.

 

Erst nach dem 0:1 schwand die Konzentration bei den Adlern und so kamen die Gäste nun zu einer Reihe von Chancen (24./26./28.). Die blieben ungenutzt, aber ein kleiner Fauxpas unserer Torhüterin sollte dann doch noch das vorentscheidende 0:2 vor der Pause bringen. Bei einem Abschlag wagte sie sich mit dem Ball in den Händen vielleicht eine Fußlänge zu weit nach vorn und die Protestrufe des Lübarser Trainiergespanns nach dem ausgeführten Abschlag verfehlten ihre Wirkung nicht – es gab Freistoß an der Strafraumgrenze. Der ging flach von halbrechts nach links unten, wo Isi etwa 2m vor dem Tor stand, aber ihr rutschte der Ball irgendwie unter oder über den Fuß und trudelte über die Linie – 0:2 (28.). Unglaublich, dass man nach einer so starken Leistung mit einem 0:2 in die Kabine gehen musste.

 

2. Halbzeit: Zwei geschenkte Gegentore entscheiden das Spiel endgültig

Nach der Pause galt es die Spannung hoch zu halten, denn ein Nachlassen hätte leicht doch noch zu einer hohen Niederlage führen können und die wollte man nach einer solch starken Leistung nun auf gar keinen Fall. Und die Adler hatten sogar 3 gute Chancen zum Anschlusstreffer, aber zweimal fehlte es Alex an der letzten Entschlossenheit nach brillanten Zuspielen von Stella (32./40.) und einmal hatte Charmaine Pech, dass ihr hoher Ball von halblinks aufs lange Eck etwa 1m am Tor vorbei ging (41.). Auch Lübars hätte in dieser Phase treffen können, verfehlte aber mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Tor (36.).

 

Leider sorgten die Adler dann mit einem weiteren Gegentreffer aus der Geschenkekiste für den endgültigen K.O. praktisch selbst. Nachdem Jojo einen Abstoß zu der vor dem Strafraum frei stehenden Nele erst sehr zögerlich gespielt hatte, geriet diese prompt unter Druck und spielte einen Fehlpass, den die Lübarser sofort mit einem Pass in die entblößte Mitte nutzten – der Rest aus Nahdistanz war Formsache – 0:3 (43.). Nach einer weiteren Gästechance, bei der Julia S. klären konnte (47.), fing man sich dann das 0:4, nachdem Jojo einen harmlosen wirkenden Schuss nach vorn abprallen ließ – leider nicht zum ersten mal an diesem Tag, wobei sie gerade bei vermeintlich leichten Bällen immer wieder unsicher wirkte und kaum einen dieser Bälle beim ersten Mal festhielt. Die Adler-Abwehr reagierte zudem viel zu langsam und so saß der Nachschuss (48.).

 

Aber immerhin wusste man dieses Mal eine Antwort. Als die halbrechts durchbrechende Julia K. kurz vor dem Strafraum von den Beinen geholt wurde, da verwandelte sie den folgenden Freistoß selbst rechts an der Mauer vorbei – 1:4 (49.). In den letzten Minuten und nach einigen Wechseln hätte die Niederlage dann sogar noch höher ausfallen können, aber das wäre dann auch des Guten zu viel gewesen. Am Ende nennt man so einen Sieg wohl ungefährdet, aber immerhin bot man den Lübarsern eine Gegenwehr, die sie bisher nur bei ihren knapperen Punktspielerfolgen gegen den 1.FC Union (3:1) und Inter (2:1) kennengelernt hatten. Bei einer Führung wäre vielleicht sogar die Sensation möglich gewesen, aber dazu muss man Torchancen eben auch einmal nutzen.

 

Es bleibt eine tolle Leistung der Adler-Mädchen, die vorne immer wieder für Gefahr sorgten und hinten mit einer Defensive nur aus E-Mädchen nur wenige Chancen zuließen – zumindest über weite Strecken des Spiels. Die gewählte Anfangsformation, die zum ersten Mal in dieser Form auflief, agierte durchweg dermaßen stark, dass sich Wechsel fast verboten, denn diese beinhalten natürlich immer die Gefahr, das funktionierende Gebilde aus dem Takt zu bringen. So fielen die Einsatzzeiten der Wechselspielerinnen dieses Mal ungewöhnlich niedrig aus, aber mitunter müssen die Interessen der Einzelnen eben hinter dem Teaminteresse zurückstehen. Und es gibt ja in dieser Saison genügend Partien, wo man nicht fürchten muss, durch Einwechslungen das eigene Mannschaftsgebilde spielentscheidend durcheinander zu bringen.

 

Highlights 1.Halbzeit

Highlights 2.Halbzeit

 6. Freistoß von Julia K. aus 12m nach Notbremse gegen Charmaine – genau auf die Torhüterin.

 7. Jojo greift folgenlos an Flanke von links vorbei, da niemand den Ball erreicht.

 9. Charmaine 7m halblinks – zu unplatziert.

10. Alex aus 14m – einen halben Meter rechts vorbei.

10. Alleingang von Stella – die Torhüterin kommt raus und blockt im letzten Moment ab.

12. Nach Zuspiel von Stella kommt Charmaine aus 6m halblinks vor der herausstürzenden Torhüterin an den Ball, der aber doch irgendwie an der Torhüterin hängenbleibt.

13. Eine Bogenlampe von Stella aus halbrechter Position kippt der Torhüterin über die Hände und springt cm am langen Eck vorbei, wobei die Torhüterin die nachsetzende Charmaine cm vor der Linie von den Beinen holt, aber es gibt nur Eckball.

14. Bei der anschließenden Ecke von links stehen sich Stella und Alex 6m vor dem Tor selbst im Weg, so dass es viel zu lange mit dem Schuss dauert, der dann von einer Abwehrspielerin geblockt wird.

17. Kullerball auf das Adler-Tor – Jojo etwas mühevoll im Nachfassen.

20. 20m-Fernschuss hoch unter die Latte – Jojo macht sich lang und pflückt den Ball runter.

22. 0:1 Isi und Julia S. kommen halblinks zu spät und Jojo drückt den scharfen Schuss aus kurzer Entfernung bei ihrem Abwehrversuch ins Tor.

24. Scharfer Schuss aus 11m – Jojo hält sicher.

26. Schuss aus 10m nach links unten fälscht Julia S. kurz vor der Linie zur Ecke ab.

28. Adler heben nach einer Gästeecke Mühe, den Ball aus dem Getümmel zu klären.

28. 0:2 Freistoß von der Strafraumgrenze nach lautstarken Protesten des Lübarser Trainergespanns, als Jojo beim Abschlag einen Fuß zu weit nach vorn gerät – der Flachschuss von halbrechts nach links unten rutscht Isi kurz vor der Linie unter dem Fuß durch und ins Tor.

32. Stella schickt Alex halblinks, die sich den Ball 6m vor dem Tor auf den rechten Fuß legt und so der neben ihr herlaufenden Abwehrspielerin noch die Chance zum Eingreifen gibt – Chance vertan.

36. Schuss der Gäste von der Strafraumgrenze geht 1m rechts am Tor vorbei.

40. Pass von Stella in die Gasse auf Alex, die zu zögerlich zum Ball geht und der entschlossen herauslaufenden Torhüterin den Vortritt lässt.

41. 11m-Schuss von Charmaine von halblinks segelt etwa 1m hoch am langen Eck vorbei.

43. 0:3 Nach Abstoß von Jojo in die Mitte auf Nele landet der Ball gleich beim Gegner, der mit einem Diagonalpass vor das Tor freie Bahn hat und aus 6m sicher nach rechts unten einschießt.

47. Jojo lässt einen Schuss aus der 2.Reihe abprallen – Julia S. klärt kurz vor dem Tor.

48. 0:4 Harmloser 12m-Flachschuss – Jojo lässt den Ball nach vorne prallen – der Nachschuss ist drin.

49. 1:4 Julia K. verwandelt an ihr selbst verursachten Freistoß von der Strafraumgrenze von halbrechts rechts an der Mauer vorbei.

52. Alex aus 5m – halbhoch in die Arme der Torhüterin.

54. Kopfball-Abwehr von Julia K. kurz vor dem Tor landet beim Gegner, der aus 4m einen halben Meter rechts am Tor vorbei schießt.

54. Satter 11m-Schuss aus zentraler Position pfeift haarscharf über das Adler-Tor.

55. Und noch ein Knaller der Gäste von der Strafraumgrenze aus halbrechter Position – Jojo reagiert glänzend und lenkt die Kugel mit den Fingerspitzen über die Latte.

 

Das Spiel in Zahlen

 Aufstellung:

 

 

 

Angriff:

 

Charmaine Fichna

 

Mittelfeld

Alexandra Friese

Stella Schreiber

Julia Klinkhammer

Abwehr:

Martha Mücke

Nele Amarell

Julia Scholle

Tor:

 

Johanna Rudel

 

 Wechselspieler:

Derya Flechtner Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: A:\Internet\www\FamDan\TRANSFER\adler\seiten\0607-3.E\bilder\spielfuehrer.jpg, Isabelle Pichel, Lara Noack, Vanessa Norden

 Torschützen:

Julia Klinkhammer 1

 Torfolge:

0:1 (22.), 0:2 (28.), 0:3 (43.), 0:4 (48.), 1:4 Julia K. (49.)

 Auswechslungen:

19. Isi für Julia K., 25. Derya f. Alex, 31. Julia K. f. Isi / Alex f. Derya, 42. Lara f. Martha, 52. Vanessa f. Julia S., 55. Isi f. Julia K., 56. Derya f. Alex

 Einsatzzeiten:

 (60 Min.)

Johanna 60 (Tor), Nele 60, Stella 60, Charmaine 60, Julia S. 51, Alex 49, Julia K. 42, Martha 41, Lara 19, Isi 18, Derya 11, Vanessa 9

 Bemerkungen:

Mit bester Saisonleistung an durchaus möglicher Sensation vorbeigeschrammt.