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Jugend-Fußball im Sportverein Adler Berlin 1950
e.V. – D-Juniorinnen |
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Samstag, 05.11.2011 – Punktspiel: Spandauer
Kickers – SV Adler 4:1 (1:1) |
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Verkehrte
Fußballwelt: 1:4 statt 4:1 – Adler-Sturmlauf nicht belohnt (hgd/06.11.11) 40 bis 50 Minuten war man beim stärksten Mitaufstiegskandidaten Spandauer Kickers deutlich
spielbestimmend, drückte den Gegner oft minutenlang in seine Hälfte zurück,
aber weil man das Toreschießen vergaß und in
einigen Situationen in der Konzentration nachließ, ging diese so wichtige
Partie mit sage und schreibe 1:4
verloren. Ein unglaubliches Ergebnis aus dem Fußball-Tollhaus – statt dem
Spielverlauf durchaus entsprechend 4:1
gewonnen zu haben, hatte man mit 1:4
verloren. Für den Fußball allerdings keineswegs untypisch, denn wer seine
Chancen nicht nutzt, muss eben damit rechnen dafür bestraft zu werden. Und
aus Sicht der tapfer kämpfenden Spandauer Mannschaft – die selbst ebenso wie
ihr Umfeld ausgesprochen sympathisch auftrat – nicht einmal unverdient,
wenngleich nicht nur in der Höhe im Grunde die Verhältnisse auf den Kopf
stellend. 1. Halbzeit: Nach hochüberlegener Halbzeit
in der Nachspielzeit das 1:1 kassiert Startaufstellung:
Jojo – Julia K., Derya, Nele – Alex, Stella,
Charmaine – Isi – Die Adler-Mädchen waren trotz des
unglaublich frühen Beginns mit Anstoß um 9 Uhr
im tiefsten Spandau und dem damit verbundenen frühen Aufstehen von Beginn an
hellwach und gingen schon nach weniger als 2 Minuten mit der bereits 3.Torchance mit 1:0 in
Führung. Getroffen hatte unsere Leihgabe Alex
von den C-Mädchen, die damit als einzige Adler-Spielerin des älteren
Jahrgangs auf dem Feld stand neben Spielerinnen des jüngeren D-Jahrgangs und
den 3 E-Mädchen Nele, Stella und Jojo, die ja regelmäßig bei
den D-Mädchen zum Einsatz kommen, sowie Martha,
die als weiteres E-Mädchen erstmals bei den D-Mädchen in einem Punktspiel zum
Einsatz kam. Es folgte dem Führungstreffer ein Spiel auf ein Tor und vier weitere
Großchancen, ehe die Spandauer zu ihrer ersten Chance kamen, die zudem noch
aus einem Abstoß Deryas in die
Beine des Gegners resultierte (15.). Aber man ging allzu nachlässig mit
den Chancen um, versäumte es mit einem zweiten oder gar dritten Tor für eine
frühe Entscheidung so sorgen. Weder Alex (16.)
noch Charmaine (30.) trafen
in der nicht mehr ganz so dominanten zweiten Hälfte der 1.Halbzeit aus
aussichtsreichen Positionen und Lara
versäumte Sekunden nach ihrer Einwechslung den Adler-Express auf Siegkurs zu
halten, als sie 3m vor dem Tor den Ball nicht traf (21.). Erst in den letzten 3 Minuten der 1.Halbzeit
kamen die Spandauer zu torgefährlichen Aktionen und die führten mit der
letzten Aktion der 1.Halbzeit zum 1:1
in der Nachspielzeit, weil es den Adlern nicht gelang, den Ball einfach weit
aus den Strafraum zu schlagen, was mit Sicherheit den Halbzeitpfiff des das Spiel gut leitenden Adler-Spielervaters Frank Triebeneck
zur Folge gehabt hätte. Blöder konnte die Halbzeit nicht enden und die Gastgeber
konnten ihr Glück wohl kaum fassen, nach einer dermaßen einseitigen Halbzeit mit einem 1:1 in die Pause gehen zu dürfen. 2. Halbzeit: Erneuter Sturmlauf ohne
zählbaren Erfolg und am Ende eiskalt ausgekontert Startaufstellung
2.Halbzeit : Jojo – Julia K., Derya, Nele –
Alex, Stella, Charmaine – Lara – Auch in den ersten Minuten nach der Pause
schienen die Adler den Ausgleich noch nicht verkraftet zu haben und schienen
durch ihre Passivität nun auch noch um das 1:2 zu betteln. Aber nach wenigen
Augenblicken hatte man sich gefangen und es begann nun der erneute Sturmlauf.
Der Druck wurde auch für den Spandauer Anhang teilweise fast unerträglich,
aber so sehr der Führungstreffer der Adler auch in der Lust lag, er wollte
nicht fallen. Und das hatten sich die Adler durchaus selbst zuzuschreiben,
denn auch aus besten Positionen brachte man keine wirklich platzierten
Schüsse zustande und ermöglichten der Spandauer Torhüterin mit einer ebenso
soliden wie fehlerfreien Leistung zu einer der Heldinnen des Spiels zu
werden. Zwischen der 37. und 46.Minute hatte man
durch Alex (37.), Charmaine (38./44.) und Julia (40.) beste Chancen, die
einfach nicht ungenutzt liegen gelassen werden dürfen, wenn man ein Spiel gegen
einen leistungsstärkeren Gegner gewinnen will. Zudem hatten die Spandauer
nach einer scharfen Hereingabe von Alex
noch beinahe ein Eigentor
produziert (46.). Als die Kickers 12 Minuten
vor dem Ende dann tatsächlich den ersten Konter der 2.Halbzeit fuhren, führte
der prompt zum 1:2 aus
Adler-Sicht. Unglaublich, wie dieser Treffer den Spielverlauf nun vollends
auf den Kopf stellte. Noch einmal hätte sich das Spiel zum Guten wenden
können, als Alex die am hinteren
Pfosten 2m vor dem Tor freistehende Charmaine
bediente, aber die musste es wieder mit einer Direktabnahme versuchen, die
missriet, statt die Nerven zu behalten, den Ball zu stoppen und clever
einzuschieben (53.). Als die Spandauer dann
gegen die immer unkoordinierter anrennenden Adler nachsetzten, fiel gegen das
im Abwehrverhalten nicht mehr konzentrierte Team dann sogar noch das 1:3 (54.). Nun konnte man von
außen noch so viel anfeuern – spätestens dieser Treffer hatte den Adlern den
endgültigen K.O. versetzt. Zudem war Jojo
bei ihrem Rettungsversuch noch an den Pfosten geknallt – konnte aber nach
einer kurzen Atempause weiterspielen. Kurz darauf knickte Charmaine auf der linken Seite schon
knapp außerhalb des Spielfeldes um und schied damit aus der Partie
aus (57.). Glücklicherweise stellte sich die Verletzung im Verlauf des
Tages als wohl keine schwerwiegende heraus – wenigstens hier hatte der den
Adlern ansonsten alles andere als gnädige Fußballgott ein Einsehen. Dass nun gar nichts mehr
ging und die Adler in der Schlussminute
sogar noch das 1:4 kassierten,
verstärkte dann nur noch das Kopfschütteln
aller nach einem ansonsten tollen Spiel zweier Landesliga-Spitzenteams auf sicher gutem Verbandsliga-Niveau. Fazit: Nun hat man den Verbandsligaufstieg
– nach dem ebenso unnötigen 2:2 in
Buchholz – nicht mehr in der Hand und muss auf einen Ausrutscher der
Kickers gegen eines der wenigen stärkeren Landesligateams hoffen. Und das ist
umso ärgerlicher als man sich bisher jedem Gegner überlegen präsentierte –
leider nun schon zum zweiten Mal nicht mit dem passenden zählbaren Ergebnis.
Und das, obgleich in Spandau nicht einmal alle in Bestform agierten. Denn
trotz einer in der Summe durchweg starken Leistung des Teams, das sich im
Abwehrverhalten gut an die taktischen Vorgaben hielt, über weite Strecken
kaum Chancen zuließ und auch nach vorne immer wieder für gute
Einschussmöglichkeiten sorgte, blieben einige noch deutlich unten ihren
Möglichkeiten. Nun muss man eine bittere
Schlappe abhaken und weiter fleißig an sich arbeiten, um in entscheidenden
Momenten gerade vor dem Tor die Nerven zu behalten und sich vielleicht auch
einmal der Hinweise aus dem Training zu erinnern. Damit man dann auch endlich
die sich bietenden Chancen so nutzt, dass man sich nicht selbst um den Lohn
seiner Bemühungen bringt. Und vielleicht hat dann auch der Fußballgott ein
Einsehen und liefert den Adler-Mädels noch eine Chance, das Aufstiegsziel
doch noch zu erreichen.
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