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Jugend-Fußball im Sportverein Adler Berlin 1950 e.V.    D-Mädchen (Jahrgang 1999/2000)

Bericht der D-Juniorinnen im SV Adler Berlin 1950 e.V. (Jahrgang 1999/2000)

Verbandsligaaufstieg schon verspielt?

Nach einem tollen Start sowohl in der Punkterunde als auch im Pokalwettbewerb ist nach den Herbstferien leider etwas Sand ins Getriebe gekommen bei den D-Mädchen. Die ersten Punktspiele konnten teilweise sehr deutlich gewonnen werden (12:0 gegen Inter II, 7:5 in einem vom Gegner sehr hart geführten Spiel bei Besiktas nach 7:2 (!)-Führung und 25:1 gegen Alemannia 06), womit man die Tabelle von Anfang an anführte, und im Pokal feierte man einen tollen 2:0-Sieg beim höher eingeschätzten Verbandsligisten Grün-Weiß Neukölln. In den Herbstferien bereitete man sich dann in einem 4-tägigen Trainingslager in Strausberg gemeinsam mit den E-Juniorinnen auf die anstehenden Spitzenspiele gegen die potenziellen Mit-Aufstiegskonkurrenten vor, wobei im Rahmen des Trainingslager ein Freundschaftsspiel gegen TKC Wriezen mit 14:2 gewonnen wurde, nachdem man unmittelbar zuvor gegen die sehr stark aufspielende 1.E-Junioren des Berliner SC in einer Partie über 2x20 Minuten beim 2:6 beachtlich gegengehalten hatte.

 

Direkt im Anschluss an das Trainingslager traf man dann am letzten Ferienwochenende im Duell der beiden Landesliga-Tabellenführer auf den Lichtenberger FFC 09, von dem man sich in einem relativ schwachen Spiel 3:3 trennte. Eine Woche später folgte ein erster Wahrsager beim SV Buchholz, der leider den ersten Rückschlag brachte. Trotz klarer Überlegenheit und 25:7-Chancen musste man sich nach zweimaligem Rückstand mit einem 2:2 zufriedengeben und gab die Tabellenführung an den 1.FFV Spandau ab. Gegen den FFC Britz 09 folgte ein überzeugendes 6:1, ehe man zum neuen, allein noch verlustpunktfreien Tabellenführer Spandauer Kickers musste, der gerade beim 1.FFV Spandau sehr überzeugend mit 5:0 gewonnen hatte. Alle Befürchtungen, man würde sich hier einer Übermannschaft stellen müssen, erwiesen sich jedoch als unnötig. Die Adler-Mädchen waren trotz des Spielbeginns um 9 Uhr von Beginn an hellwach, gingen schon nach 2 Minuten durch die sonst bei den C-Mädchen spielende Alexandra Friese, die uns dankenswerterweise in den Spitzenspielen zeitweilig verstärkt, in Führung, versäumten es aber in der Folge, die Führung auszubauen. Leider kassierten wir in der Nachspielzeit der 1.Halbzeit völlig überraschend den für den Gastgeber äußerst schmeichelhaften Ausgleich – ein Treffer, der leider die Weichen in die falsche Richtung stellte.

 

Zwar dominierte man auch die 2.Halbzeit deutlich, aber weitere Großchancen blieben ungenutzt und 12 Minuten vor Schluss fing man sich einen Konter. In der Schlussphase fiel man dann ganz auseinander und verlor dieses wichtige Spiel mit sage und schreibe 1:4. Ein unglaubliches Resultat, dass den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellte. Und der Aufstieg war damit in weite Ferne gerückt, denn ohne Punktverluste der Spandauer waren die nun schon 5 Punkte Rückstand nicht mehr wettzumachen. Eine Woche später folgte ein glanzloses 6:1 gegen den SV Lichtenberg II in einem Pflichtfreundschaftsspiel, ehe man in einem Wochentagsspiel im Pokal-Achtelfinale auf den aktuellen Verbandsliga-Zweiten, den 1.FC Lübars, traf.

 

Was für ein Lospech, dass man schon jetzt auf einen der beiden Anwärter auf die Berliner D-Mädchenmeisterschaft traf. Aber man zeigte, dass man an einem guten Tag sogar mit einem solchen Klasseteam, das in der Verbandsliga bis dato 5 seiner 7 Spiele zweistellig gewonnen hatte, mithalten kann. Nach 20 Minuten hatte man sich unglaubliche 7:0-Torchancen herausgespielt, aber wieder scheiterte man an der schlechten Chancenverwertung und hatte zudem Pech, einen durchaus möglichen Strafstoß nicht zugesprochen zu bekommen. Bis zur Pause machte Lübars dann aus 3 Chancen 2 Tore und am Ende hatte man wie schon in Spandau mit 1:4 verloren. Damit war man in allen Ehren aus dem Pokal ausgeschieden – dennoch schade, denn die Sensation war durchaus möglich.

 

Nur 4 Tage nach dieser starken Pokalleistung trat man ersatzgeschwächt, aber mit immerhin noch 4 Leistungsträgerinnen beim Drittletzten BW Berolina Mitte an – und sollte den absoluten Saisontiefpunkt erleben. Gegen ein Team, dass zuvor in 7 Spielen gerade einmal 6 Tore erzielt und 3 Punkte geholt hatte, geriet man schon in den ersten 7 Minuten mit 0:2 in Rückstand – und schaffte es auch danach nicht, Fahrt aufzunehmen. Bis 8 Minuten vor Schluss hatte der Kontrahent das Resultat gegen ein zwar optisch klar überlegenes Adler-Team, dass aber vor beiden Toren oft völlig orientierungslos wirkte, sogar auf 4:0 ausgebaut. Erst dann trafen die Adler zum 1:4 und gaben nun doch noch einmal so Gas, wie es von Beginn an nötig und möglich gewesen wäre. Chancen hatte man nun im Minutentakt und es wäre sogar noch eine Wende möglich gewesen, hätte man noch 10 Minuten mehr Zeit gehabt. So aber reichte es nur noch zum 2:4 und es bestätigte sich auf für uns bittere Weise die alte Regel, dass Spiele oft im Kopf gewonnen werdenoder eben verloren. Denn wenn man mehr damit beschäftigt ist, wer nicht da ist, als damit, was zu tun ist, um dennoch zu gewinnen, dann kann selbst gegen einen im Grunde klar unterlegenen Gegner, der es jedoch verstand, sich mit Kampf und viel Laufbereitschaft dem haushohen Favoriten entgegenzustemmen, verloren werden.

 

Mit dieser völlig unerwarteten Schlappe vergrößerte sich der Abstand auf den Spitzenreiter auf 8 Punkte und der Aufstiegszug schien damit schon endgültig abgefahren zu sein. Zuletzt spielte man sich mit einem 6:2-Erfolg gegen den Moabiter FSV (nach 4:0-Führung nach 7 Minuten und einem 6:0 zur Pause mit einer schwachen 2.Halbzeit, die teilweise an das Spiel bei Berolina erinnerte) und mit einem durchgängig überzeugenden 11:0 beim Nordberliner SC aus der Talsohle und liegt nun vorerst auf Platz 4. Im letzten Spiel der Hinserie muss nun noch ein Sieg gegen das zweite starke Spandauer Team her, wenn man zumindest die Chance auf Platz 2 nicht auch noch verspielen will. Da Spitzenreiter Spandauer Kickers zuletzt mit 1:2 in Buchholz unterlag, ist nun sogar wieder eine kleine Chance da, doch noch auf den Platz an der Sonne zurückzukehren, da der Rückstand gegen die beiden vorn liegenden Spandauer Teams nun wieder nur noch 5 Punkte beträgt. Aber es müssen nun wohl alle Saisonspiele gewonnen werden und die Konkurrenz muss sich die Punkte in passender Weise untereinander abnehmen, wenn es am Ende noch mit dem Aufstieg klappen soll.

 

Im Verlauf der Hinrunde haben sich mit Isabell Hagen, Caroline Riese und Renée Gesche 3 weitere Spielerinnen den D-Mädchen angeschlossen. Damit stehen uns nun 12 Spielerinnen des Jahrgangs 2000, die alle dem jüngeren D-Jahrgang angehören, zur Verfügung, wobei 3 Spielerinnen des Jahrgangs 2001 das Team weiterhin dauerhaft komplettieren und weitere von Zeit zu Zeit. Was aufgrund häufiger krankheitsbedingter Ausfälle und anderer Prioritäten an den Wochenenden bei einigen Spielerinnen auch nötig war, um das Team immer voll zu bekommen. Wenn alle gesund und nicht verhindert sind, ergibt sich eigentlich ein Überangebot, so dass in der Rückrunde wohl für die noch nicht so leistungsstarken Spielerinnen im D-Kader und die noch zahlreicher dazugekommenen E-Mädchen eine weitere Mannschaft gemeldet wird, in der dann auch regelmäßig Spielpraxis gesammelt werden kann.

Dr. Hans-Georg Danelski/04.12.11