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Jugend-Fußball im Sportverein Adler Berlin 1950 e.V.    E-Mädchen (Jahrgang 2000 und jünger)

Bericht der 2.E-Juniorinnen im SV Adler Berlin 1950 e.V. (Jahrgang 2000 und jünger)

Auch die 2.E-Mädchen belegt in ihrer Staffel Platz 4

Bereits seit den Herbstferien wurden aus einem E-Mädchenteam aufgrund des fortlaufenden Zuwachses zwei, die während der gesamten Saison jedoch als ein Team trainierten und lediglich im Spielbetrieb aufgeteilt wurden, um allen Mädchen möglichst viele und möglichst an ihrem Leistungsvermögen orientierte Spielerfahrungen zu verschaffen. So kamen in der 2.E-Mädchen, die in der Rückserie in der Staffel 2 gegen die schwächeren E-Mädchenteams Berlins um Punkte spielte, überwiegend die jüngeren Mädchen, die in großer Anzahl noch F-Juniorinnen sind, und die noch nicht ganz so leistungsstarken Älteren, die in der 1.E-Mädchen überfordert gewesen wären, zum Einsatz. Einige der Mädchen, die in der II: zu den Stärkeren gehörten, bekamen aber auch immer wieder einmal Gelegenheit, sich den höheren Anforderungen in der I. zu stellen.

 

Die Punktspielserie startete das Team gleich mit einem 3:1 gegen Alemannia 06 Haselhorst und einem hohen 8:1-Auswärtssieg beim FC Internationale. Daheim gegen den Moabiter FSV reichte es dann nicht ganz zum 3.Sieg im dritten Spiel. Nach einer 1:0-Führung vergab man Chancen im Minutentakt und noch vor der Pause kippte die Partie durch zwei Gegentreffer, bei denen man nicht unerheblich mithalf. Immerhin gelang in der 2.Halbzeit noch der hoch verdiente 2:2-Ausgleich. Im folgenden Wochentagsspiel beim SSC Südwest setzte der Gegner dann ein sonst in der 3.E bei den Jungs spielendes Mädchen ein und aus einem vermeintlichen Spiel auf Augenhöhe wurde so ein für die Adler-Mädchen aussichtsloses Unterfangen. Auch gemeinsam gelang es nicht, diese Spielerin zu stoppen, die 6 Treffer erzielte und eines uneigennützig auflegte und so den 7:2-Erfolg praktisch im Alleingang herausschoss.

 

Im folgenden Pflichtfreundschaftsspiel gegen den Lichtenberger FFC II machte man aus einer drückenden Überlegenheit keinen Treffer, fing sich kurz vor der Pause sogar noch 2 Kontertore, da die Abwehrspielerinnen viel zu weit aufrückten. Aber mit einer Energieleistung in der 2.Halbzeit, in der man trotz weiterer vergebener Großchancen nie aufsteckte, wurde man mit 3 Toren in den letzten 10 Minuten noch belohnt und gewann noch mit 3:2. Nach den Osterferien musste man beim SV Lichtenberg 47 II leider zum ersten und einzigen Mal in Unterzahl antreten. 6 zum Teil kurzfristige Absagen – eine sogar noch Stunden vor dem Spiel – waren nicht mehr zu kompensieren, zumal die I. am selben Tag das Spitzenspiel bei Hertha 03 zu bestreiten hatte und man hier auch kein Mädchen, das diesem Spiel entgegenfieberte, in letzter Sekunde zur II. abkommandieren wollte. Dennoch hätte man beinahe gewonnen – ausgerechnet mit einem Eigentor zum 1:1-Endstand brachte man sich um den verdienten Lohn nach einer tollen Energieleistung.

 

Eine Woche später ging es gegen den zum Spitzentrio zu zählenden SV Lichtenberg 47 I – eine Partie mehr, in der sich das größte Manko der II. zeigte. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie nutzte man viele gute Chancen nicht und ließ dann auch zu einfache Gegentore zu. Die raubten dem Team hier den Glauben an die eigenen Möglichkeiten und so unterlag man letztlich deutlich unter Wert mit 0:5. In den letzten beiden Partien der II. wurden einige Spielerinnen der I. in der II. eingesetzt und umgekehrt, da die I. nur noch Pflichtfreundschaftsspiele gegen schwächere, nachgemeldete Teams zu bestreiten hatte und man diese auch nicht mit der kompletten I. „abschießen“ wollte. Davon profitierte die II. und es wurde deutlich, was einige Führungsspieler in einem Team bewirken können, welche Stabilität ein solches „Korsett“ erzeugt, wie dies aber auch die anderen zu einer besseren Leistung „mitzieht“ und wie viel erfolgreicher man ist, wenn man Spielerinnen im Team hat, die auch einmal die eine oder andere Chance nutzen.

 

Beim Tabellenletzten Borussia Friedrichsfelde hätte man wohl auch ohne diese Verstärkungen gewonnen, aber möglicherweise wäre es ein enges Match geworden. Dies zeigte sich in den ersten 10 Minuten, als man noch nicht wirklich mit breiter Brust agierte und sogar in Rückstand geriet. Schon bis zur Pause hatte man dies allerdings korrigiert – führte man nun doch bereits mit 4:1 und am Ende stand sogar ein 13:3-Erfolg zu Buche. Im letzten Punktspiel der Saison ging es nun noch gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer Nordberliner SC, gegen den man im Spätherbst mit der I. mit 8:1 gewonnen, danach aber in der Halle und bei Feldturnieren größte Mühe ob der konsequenten Abwehrarbeit und mehrfach das Nachsehen gehabt hatte.

 

Mit 3 Mädchen, die im Saisonverlauf überwiegend in der I. gespielt hatten und unserer Rückkehrerin Julia Klinkhammer, die überhaupt erst ihr 3.Spiel für Adler nach ihrem Wiedereintritt bestritt, schwang man sich zu einer großartigen Leistung auf, an der alle im Team ihren Anteil hatten. Mit 4:0 ging man in die Pause und nach schwachen 10 Minuten zu Wiederbeginn, in denen man nicht aus der eigenen Hälfte kam und so auch folgerichtig das 1:4-Anschlusstor kassierte, bekam man die Partie wieder in den Griff und gewann auch in der Höhe verdient mit 6:1. Was für ein schöner Abschluss der Punktspielserie, die so analog zum Abschneiden der I. auf Platz 4 beendet wurde.

 

Tabelle E-Juniorinnen, Landesklasse, Staffel 2:

1. Nordberliner SC 21, Lichtenberg 47 19, SSC Südwest 18, 4. Adler 14, 5. Alemannia 06 9,
6. Moabiter FSV 8, 7. FC Internationale 5, 8. Lichtenberg 47 II 4, 9. Borussia Friedrichsfelde 3

 

Neben den Punktspielen bestritten die jüngeren Mädchen der Jahrgänge 2002 und jünger Anfang April ein F-Juniorinnen-Hallenturnier beim Moabiter FSV. Nachdem man in zwei F-Mädchen-Turnieren zuvor die Plätze 3 und 1 belegt hatte, machte man nun die „Medaillensammlung“ komplett. Allerdings verhinderte nur eine Endspielniederlage im 7m-Schießen den zweiten Turniersieg unserer F-Mädchen in Folge. Ein letztes F-Mädchen-Turnier steht nun noch am Pfingstmontag an und man darf gespannt über das Abschneiden sein.

 

Die meisten aus dem 2.E-Mädchenteam werden in der kommenden Saison die neue 1.E-Mädchen bilden, einige müssen altersbedingt zu den D-Mädchen wechseln, andere werden sicher auch in der kommenden Saison von Zeit zu Zeit einmal bei den D-Mädchen Erfahrungen sammeln können. Dies gilt allerdings nur für die Mädchen der Jahrgänge 2001 und 2002, denn die noch Jüngeren sind auch in der kommenden Saison noch F-Juniorinnen und dürfen daher nicht bei den D-Mädchen eingesetzt werden. Viele haben gerade aus dem Kreis der überwiegend in der II. eingesetzten jüngeren Spielerinnen im letzten Jahr eine atemberaubende Entwicklung vollzogen und gerade den Leistungsstärksten unter ihnen wird damit wohl bereits eine Führungsrolle im „neuen“ E-Mädchenteam zufallen.

Dr. Hans-Georg Danelski/29.05.11