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Samstag, 03.07.2010 – Mini-WM des SV Adler Berlin |
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Mini-WM
zum Saisonabschluss (hgd/04.07.10) Mit einem Tag des Mädchenfußballs für Mädchen der Jahrgänge 2000 bis 2004 feierte der SV Adler Berlin seinen Saisonabschluss im E-Mädchen-Bereich. Die Mädchen, die aus der Mädchenfußball AG der Käthe-Kollwitz-Grundschule seit April diesen Jahres über das vom SV Adler angebotene Schnuppertraining den Weg in den Verein gefunden, bildeten die Basis der Veranstaltung, bei der eine MINI-WM ausgetragen wurde. Eingeladen waren über Plakate und Handzettel in den Grundschulen alle interessierten Mädchen der Umgebung – bei Temperaturen um die 35 Grad war die Resonanz auf die Werbeaktion jedoch gering. Dafür dürften die Mädchen, die kamen, ihr Kommen und ihre Teilnahme, nicht bereut haben – ebenso wenig Eltern und sonstige Verwandte, die alle ihren Spaß am engagierten Spiel der Mädchen trotz der Gluthitze hatten. Und die Hitze hatte auch ihre angenehmen Seiten, denn was gibt es Schöneres, als sich am und im (!) Wassereiner Abkühlung zu verschaffen. Letztlich waren 16 Mädchen dabei, davon 11, die mittlerweile bereits für den SV Adler in einem oder zwei ausgetragenen Turnieren aktiv waren. 2 kamen aus der 2.E-Mädchen-Mannschaft von Hertha 03, eine davon brachte gleich noch ihre Schwester mit, die natürlich auch mitmachen durfte, obgleich sie schon 1999 geboren wurde. Dazu kam eine weitere Schülerin der Käthe-Kollwitz-Grundschule und eine durch die Werbeaktion aufmerksam gewordenen Interessentin dazu. Altersmäßig gut gemischt wurde – auch unter Berücksichtigung der unterschiedlich vorhandenen Wettkampferfahrung und des aktuellen Leistungsstandes eine Aufteilung durch die Turnierleitung in 4 Teams à 4 Spielerinnen durchgeführt, wobei zudem unmittelbare Freundinnen und Geschwister dem gleichen Team zugeordnet wurden. Gespielt wurde zunächst eine einfache Runde Jeder-gegen-Jeden im 4-gegen-4 ohne Torwart auf Mini-Tore, die aus dem vom Demo-Training vom Vortag noch auf der Anlage verbliebenen DFB-Mobil verwendet werden konnten. Jedes Team vertrat die Farben einer Nationalmannschaft und am Ende der 6 jeweils 10 Minuten langen Begegnungen hatte sich Argentinien mit 3 Siegen und 7:0 Toren klar durchgesetzt. Auf dem 2. Platz landete Deutschland nach je einem Sieg (4:1 gegen Brasilien), einer Niederlage (0:3 gegen Argentinien – zum Glück kam es abends in Südafrika ganz anders!) und einem Remis (2:2 gegen die Niederlande) mit 4 Punkten und 6:6 Toren. Dritter wurde Brasilien nach einem 2:1-Sieg gegen die Niederlande mit 3 Punkten und 3:6 Toren, nachdem man neben der Niederlage gegen Deutschland auch gegen Argentinien (0:1) verloren hatte. Die mit 2 Niederlagen ins Turnier gestarteten Niederländer (0:3 gegen Argentinien und 1:2 gegen Brasilien), die schon als Punktelieferanten gehandelt wurden, lieferten dem deutschen Team im letzten Spiel der Vorrunde einen großen Kampf und gingen sogar zweimal in Führung. Mit einem Sieg hätte man das Aufeinandertreffen mit dem mittlerweile als Topfavorit gehandelten Argentinien im Halbfinale noch vermeiden können, aber kurz vor Schluss gelang dem deutschen Team noch der Treffer zum 2:2.
So mussten die Niederlande – nach nur einem Punkt und 3:7 Toren Letzter nach der Vorrunde – doch gegen die dreimal siegreichen Argentinier im Halbfinale ran, aber auch bei unserer Mini-WM zeigte sich, dass man sich nie zu früh als Sieger fühlen und umgekehrt niemals ein Spiel schon vor dem Anpfiff verloren geben sollte. Die in der Vorrunde nach 3:0 siegreichen Argentinier bissen sich dieses Mal die Zähne an den Niederländern aus und als die kurz vor Schluss auch noch das 1:0 erzielten, fehlte die Zeit (und auch etwas der Biss), um noch einmal zurückzuschlagen. Damit hatte unsere Mini-WM auch ihre Sensation: Der Letzte schlug den Ersten der Vorrunde und zog ins Finale ein. Auch im 2. Halbfinale ging enger zu als in der Vorrunde zwischen Deutschland und Brasilien – letztlich aber setzte sich Deutschland erneut durch, gewann mit 2:0. Im Spiel um Platz 3 konnte sich der im Halbfinale gescheiterte Favorit Argentinien gegen Brasilien mit 2:0 durchsetzen und sicherte sich mit dem 4. Sieg im fünften Turnierspiel so wenigstens Platz 3. Im Finale war nun das deutsche Team zumindest leicht favorisiert, aber die Niederländer hatten sich von Spiel zu Spiel gesteigert und schon im Halbfinale gezeigt, dass es darauf ankommt, die entscheidenden Spiele zu gewinnen. Wie schon in der Vorrunde ging es wieder ganz eng zu und mit einem Tor in den letzten Sekunden machten die Niederlande tatsächlich das 2:1 und den WM-Triumph perfekt (hoffentlich stimmt auch dieses „Orakel“ nicht!). Mit nur 2 Siegen – im Halbfinale und im Endspiel (und einem Remis in der Vorrunde, das aber noch nicht einmal „nötig“ gewesen wäre) hatten die Niederlande die Nase vorn. Was für ein schönes Beispiel dafür, dass man sich steigern kann und was man erreichen kann, wenn man sich von ersten Misserfolgen nicht aus der Bahn werfen lässt.
Bei der abschließenden Siegerehrung erhielt jedes Mädchen eine persönliche Urkunde, eine Team 2011-Medaille, ein TEAM 2011-T-Shirt, sowie zahlreiche Give-aways zur Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland, wie Stundenpläne, Pins, Schlüsselbänder und Aufkleber, dazu den 4. Stern, den das deutsche Team bei der laufenden WM 2010 gewinnen will. Abschließend sei Dank gesagt an die Eltern, die mit helfender Hand dabei waren, an Tanja, die beim Aufbau half und die Anmeldungen entgegennahm, und an Manfred Kümmel, der alle Spiele leitete.
Hintere Reihe von links: Laura Schöpp, Samantha Dropmann, Johanna Rudel, |
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