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Sonntag, 31.05.2009 – Pfingstturnier des VfB Sperber Neukölln |
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Konkurrenz
am Ende deutlich distanziert (hgd/01.06.09) Nach dem Sieg beim Fulde-Cup des FC Spandau 06 am Himmelfahrtstag war die Teilnahme am Pfingstturnier des VfB Sperber Neukölln erst die zweite Kleinfeldturnierteilnahme der B-Mädchen des SV Adler Berlin in dieser Saison. Und wie 10 Tage zuvor konnte auch dieses Turnier gewonnen werden. Profitierte man beim Fulde-Cup noch von einem gewitterbedingten Abbruch des Turniers zum richtigen Zeitpunkt, als man gerade einen Punkt vor dem DJK FFC Britz 09 und Stern 1900 lag, so konnte man sich an der Bergiusstr. auch ohne solche „Hilfe von oben“ durchsetzen. Erneut blieb man unbesiegt, erneut lautete das Torverhältnis am Ende 7:1. Aber mit 3 Punkten vor dem Veranstalter und dem SC Staaken und sogar 4 Punkten vor Verbandsligist Hertha 03 Zehlendorf setzte man sich doch relativ deutlich durch. SV
Adler – SC Staaken 0:0 Dabei war der Start noch äußerst zäh verlaufen. In der ersten Partie gegen den im Punktspiel mit 3:1 besiegten SC Staaken schien man noch mehr mit dem Prominenten-Ratespiel, das jedes Team vor Turnierbeginn ausgehändigt bekommen hatte, beschäftigt zu sein als damit Fußball zu spielen. Ausgesprochen schlafmützig, ohne jegliche Laufbereitschaft, ohne jeglichen Drang zum Tor, bekam man in der 15-minütigen Spielzeit keine einzige Chance zustande. Zudem agierte man im Grunde permanent in Unterzahl, war also nie mit genügend Spielern am Ort des Geschehens, entschlossenes Zweikampfverhalten sieht auch anders aus. So ließ man rund eine Handvoll Chancen des Gegners zu und kurz vor Schluss prallte ein Flachschuss von halbrechts gar vom Pfosten des Adler-Tores zurück, so dass man mit dem 0:0 mehr als gut bedient war. SV
Adler – VfB Sperber Neukölln 1:0 Wie
verwandelt zeigte man sich aber schon in der nächsten Begegnung gegen den
gastgebenden VfB Sperber Neukölln. Fast über die gesamte Spielzeit drängte
man den Kontrahenten in seine Hälfte zurück. Nach schönem Querpass hatte Hannah
Sych die größte Chance zur Führung, schoss jedoch etwas Überhastet über den rechten Torwinkel statt flach ins lange Eck zu schieben (7.). Ein Fernschuss von Nele Lederer brachte schließlich den verdienten Siegestreffer – unter Mithilfe der ansonsten sicher wirkenden VfB-Torhüterin, die den Ball über ihre Hände und ihren Kopf ins Tor gleiten ließ (10.). SV
Adler – SV Blau-Weiß Berlin 3:0 Auch gegen den SV Blau-Weiß dominierte man klar. Nachdem Hannah Sych nach einem Gestocher vor dem Tor den zu kurz abgewehrten Ball zum 1:0 im Tor untergebracht hatte und der „Stadionsprecher“ ihren Namen lauthals gefeiert hatte (8.), war sie nicht mehr zu bremsen. Wenig später fand sie in ähnlicher Situation die Lücke zum 2:0 (11.) und kurz darauf traf sie aus kurzer Distanz von halblinks aus sehr spitzem Winkel mit links den rechten Innenpfosten, von wo aus der Ball über die Linie trudelte – 3:0 (13.). Ein lupenreiner Hattrick in nur 5 Minuten – das gelingt einem auch nicht alle Tage. SV
Adler – Hertha 03 Zehlendorf 1:1 Die Ergebnisse der Konkurrenz – die Hertha aus Zehlendorf hatte bis auf ein 5:0 gegen die aus Anfängern bestehende Mannschaft von Berlin Ankaraspor nur Unentschieden zustande gebracht und der SC Staaken überraschend mit 1:2 gegen den Gastgeber verloren – versetzten die Adler in die glückliche Situation, dass ihnen schon ein Remis gegen die Hertha zum Turniersieg reichen würde, einen Sieg gegen das punkt- und torlose Team von Berlin Ankaraspor zum Abschluss vorausgesetzt. Und so konnte man das taktische Konzept an dieser Zielsetzung ausrichten, agierte nun im 2-4-1 statt im 2-3-2, verstärkte so die zentrale Defensive im Mittelfeld mit einem zweiten defensiver Mittelfeldspieler. Und das Konzept, aus dieser Formation mit Kontern seinerseits zum Erfolg zu kommen, ging auch noch auf. Schon nach knapp 3 Minuten setzte sich die steil geschickte Michelle Schultze im Laufduell durch und brachte den Ball vor der herausstürzenden Torhüterin mit der Pieke unten rechts zum 1:0 im Tor unter. Die Angriffe der Zehlendorfer drangen auch in der Folge kaum einmal durch und die Adler blieben mit Gegenzügen stets gefährlich. Als Nele Lederer ein Kopfduell kurz vor dem Strafraum verweigerte und der Ball so per Kopf in den Lauf der lauernden Mittelstürmerin gelenkt werden konnte, fiel dann aber doch der Ausgleich – gut 2 Minuten vor Schluss. Nun musste doch noch gezittert werden, aber man überstand auch die letzten verzweifelten Angriffsbemühungen des Verbandsligisten. Damit war der Grundstein für den Turniersieg gelegt – nun musste nur noch der „Pflichtsieg“ gegen den abgeschlagenen Turnierletzten geschafft werden. SV
Adler – Berlin Ankaraspor 2:0 Schon nach 57 Sekunden war der
erste Schritt zum noch benötigten Abschlusserfolg getan. Eine wunderschön von
Sabrina Lippert von links hereingebrachte Ecke brachte Laura Gnadke am langen Eck überlegt halbhoch im Tor unter – 1:0. Leider ging es nicht so weiter – ganz im Gegenteil. Es trat genau das
ein, wovor in der Besprechung vor dem Spiel gewarnt worden war. Im Abschluss
agierte man überhastet und unkonzentriert und so brachte man den Ball bis
kurz vor dem Abpfiff gerade noch einmal aufs Tor, so dass die Torhüterin
gefordert war. Insgesamt sage und schreibe zehnmal schoss man knapp drüber
oder am Tor vorbei – es fehlte an der nötigen Ruhe und Konsequenz im
Abschluss. Und im Defensivverhalten zeigte sich genau
der typische Leichtsinn gegen einen vermeintlich chancenlosen Gegner. So kam
der tatsächlich zu Torchancen – mehr vermutlich, als in jedem anderen
Turnierspiel zuvor. Nach verlorenen Zweikampf von Nele Lederer ging
ein Schuss nur knapp am langen Eck vorbei (8.), nach einem Ballverlust
im Spielaufbau von Michelle Schultze pfiff der Schuss haarscharf über
die Latte (11.). Nicht auszudenken, wenn eine dieser Chancen zum
Ausgleich geführt hätte, oder wenn nicht der frühe Führungstreffer gelungen
wäre. Aber auch so musste man mehr um den Erfolg bangen, als einem lieb sein
konnte. Erst in der Nachspielzeit machte Hannah Sych mit einem schönen
Weitschuss, der sich als Bogenlampe über die Torhüterin senkte, alles klar. Kurz darauf war Schluss und der Turniersieg
unter Dach und Fach. Da im abschließenden Spiel des Turniers Hertha 03 und der SC Staaken ein weiteres Remis fabrizierten, hätte man
sich die Aufregung um den bis zuletzt auf des Messers Schneide stehenden Sieg
im letzten Adler-Spiel sparen können, denn mit diesem Resultat wären die
Adler sogar im Falle einer Niederlage mit bis zu 3 Toren im letzten
Spiel dennoch Turniersieger gewesen. Resumee Nach einem ganz schwachen Start, der glücklicherweise nicht mit einer Niederlage quittiert wurde, kamen die Adler gut in Schwung und als einziges Team gelangen– von den Spielen gegen Berlin Ankaraspor abgesehen – 2 Siege aus den 4 Partien gegen die anderen Konkurrenten. In der Abwehr stand man mit Nele Lederer und Kerstin Kolland in bewährter Weise meist gut und ließ nur wenige Chancen zu. Caroline Schulze war der gewohnt starke Rückhalt, ohne allerdings allzuoft gefordert gewesen zu sein. Nur gegen ihren neuen Club kassierte sie mit dem 1:1-Ausgleich überhaupt ein Tor. Im Mittelfeld agierte Hanna Sych nicht nur wegen ihrer 4 Turniertore, sondern auch in der Arbeit nach hinten, ganz stark, Michelle Schultze kam ebenfalls zunehmend in Schwung und war stark verbessert gegenüber dem Himmelfahrtsturnier. In der Offensive forderte Laura Gnadke immer wieder fleißig die Bälle – als einzige auch schon im ersten Turnierspiel. Im Abschluss und allgemein in Sachen Torgefährlichkeit blieb sie jedoch weit hinter dem letzten Turnier zurück. Sabrina Lippert überzeugte im defensiven, zentralen Mittelfeld mt konsequentem Zweikampfverhalten, im Gegensatz zu einer ganz schwachen Leistung in der Auftaktpartie auf der rechten Angriffsseite. Auf dieser Position machte es die sonst eher defensiv eingesetzte Kathrin Haspel weitaus besser, aber auch nach hinten arbeitete sie gut mit, erzwang so immer wieder Ballverluste des Gegners. Sharon Moorad, Merve Kosat und die von den C-Mädchen eigentlich nur als Zuschauerinnen gekommenen Laura Schley und Isabelle Volkmann kamen zu unterschiedlich langen Einsätzen im Wechsel zur Stammformation. Alle waren in jeder Hinsicht bemüht, ohne jedoch wirklich entscheidende Akzente setzen zu können. Aber auch einfach bereit zu sein, wenn man gebraucht wird, macht einen nicht zu unterschätzenden Wert innerhalb eines Teams aus. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass man auch im eingangs erwähnten Quiz die Nase vorn hatte – offenbar an diesem Tag nicht nur mit den Füßen das beste Team war. So konnte neben dem Pokal noch ein Spielball gewonnen werden und wenn es noch Auszeichnungen für den Torschützenkönig und die beste Torhüterin gegeben hätte, man hätte wohl noch mehr abgeräumt.
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