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Samstag, 28.6.2008 – FCT-Cup des SC Tewel |
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Mit 5
Siegen aus 5 Spielen ohne Gegentor zum Turniersieg (hgd/3.7.08) Der Wettergott hatte es mit dem SV Adler alles andere als gut gemeint. Schon die Übernachtung in Zelten vor dem Turniertag war geprägt von ebenso ausdauerndem wie intensiven Regen, beim Turnier wechselten dann Nieselregel, kräftige Schauer und Sonne sich ab, wobei der Sonnenanteil eindeutig der geringste war. So musste das Team selbst für Sonne sorgte und das gelang mit Bravour. In 5 Spielen gelangen 5 Siege bei 8:0 Toren, souveräner kann ein Turniersieg kaum ausfallen. Wenngleich 4 der 5 Begegnungen lediglich mit einem 1:0 endeten, war man doch in jeder Partie das bessere Team und hätte bei einer längeren Spielzeit als 15 Minuten wohl auch noch das eine oder andere Tor mehr geschossen. Dies hätte man vor allen gegen den letztlich punktlosen Turnierletzten Rotenburger SV sogar müssen, aber hier übertraf man sich im Auslassen bester Chancen, weil man einfach nicht mit der letzten Konzentration zu Werke ging. So reichte es auch hier nur zu einem 1:0 gegen einen völlig überforderten Gegner, der im Spiel zuvor gegen den späteren Turnierzweiten 0:6 verloren hatte. SV Adler – TSV Havelse 4:0 Zum Turnierauftakt traf man auf den TSV Havelse, der mit einigen D-Mädchen auflief und nicht nur deshalb nie die Spur einer Chance hatte. Nele Lederer hatte nach Zuspiel von Alexa Danelski für das frühe 1:0 gesorgt (2.), danach aber versäumte man es, weitere Treffer zu erzielen. So drohte einmal nach einer Ecke von links sogar der Ausgleich, als Sabrina Lippert den Fuß etwas unmotiviert in die Flugbahn des Balles gehalten und ihre eigene Torhüterin geprüft hatte. Erst in der Schlussphase münzte man die klare Überlegenheit noch in einen halbwegs angemessenen Sieg um. Zunächst beseitige Michelle Schultze die letzten Zweifel an einem Sieg, als sie Zuspiele von Nele Lederer zu einem Doppelschlag nutzte und binnen kurzer Zeit auf 3:0 erhöhte (11./12.). In der Schlussphase erzielte dann auch noch Shanon Moorad ihr erstes Tor im Adler-Dress überhaupt zum 4:0-Endstand. SV Adler – TSV Lohberg 1:0 Gegen den in seiner ersten Partie gegen den Rotenburger SV siegreichen TSV Lohberg sollte das Hauptaugenmerk auf zwei auffällig agierende Angreiferinnen gelegt werden. Die kamen tatsächlich kaum zur Geltung, weil sich die Partie überwiegend in der Lohberger Hälfte abspielte. Nach einigen vergebenen Chancen, in denen man oft zu zögerlich im Abschluss agierte, war es dann die ihre Rolle im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr an diesem Tag sehr gut spielende Nele Lederer, die aus 10 Metern links unten zum 1:0 traf (6.). Ein höherer Sieg war möglich, wobei Nele Lederer mit einem Kopfball nach einer von links von Laura Schley getretenen Ecke dem 2:0 am nächsten kam, das Tor jedoch rechts unten verfehlte. SV Adler – Rotenburger SV 1:0 Mit 6:0 hatte der TSV Jahn Schneverdingen den damit noch gut bedienten Rotenburger SV auseinandergenommen und damit die Tabellenführung aufgrund des besseren Torverhältnisses übernommen. Nun hieß es ebenfalls auf Torejagd gehen, um im eventuellen Falle eines Unentschiedens gegen die Schneverdinger am Ende trotzdem vorn zu liegen. Für die in den ersten beiden Spielen arg enttäuschende Justine Grabowski, die auch überhaupt nicht mit der hier praktizierten Abseitsregel klar kam, spielte Laura Schley von Beginn an und das sollte sich noch bezahlt machen. Dazu wurden die angeschlagenen Kathrin Haspel und Sabrina Lippert im Abwehrbereich geschont- für sie spielten Kerstin Kolland und Merve Kosat von Beginn an. Es gab Chancen für die Adler im Minutentakt (und öfter), aber es war einfach unglaublich, wie unkonzentriert man immer wieder das Tor verfehlte. So resultierte aus 5 Minuten drückender Überlegenheit zwar ein halbes Dutzend Chancen, aber kein einziger Ball, den die etwas korpulente Torhüterin des Gegners hätte halten müssen. Erst nach
einem Eckball von rechts grätschte Laura
Schley den Ball im Nachsetzen endlich zum 1:0 ins Tor (6.)
und wurde dabei von einer Abwehrspielerin, die noch retten wollte, so am Knie
verletzt, dass das Turnier für sie wegen einer schmerzenden Prellung vorbei
war. Ärger traf es jedoch die Torhüterin des Gegnes, die sich bereits bei der
(zu kurzen) Abwehr des Eckballs eine Handverletzung zugezogen hatte, die sich
später im Krankenhaus als ausgekugelter
Daumen herausstellen sollte. Die Rotenburger mussten nun eine Feldspielerin ins Tor stellen, aber
obwohl die Adler nun in einem Spiel auf ein Tor dieses auch trafen, die „Ersatztorhüterin“
blieb jederzeit Herr der Lage. So blieb es gegen einen Gegner, gegen den man
tatsächlich ähnlich hoch wie die Schneverdinger hätte gewinnen müssen, beim
mageren 1:0 und man hatte noch
Glück, dass bei einem Konter kurz vor Schluss der Schuss unsere Caroline Schulze im Tor vor keinerlei
Probleme stellte. SV Adler – TSV Jahn Schneverdingen 1:0 Nach einem 1:0 gegen den SC Tewel,
dem besagten 6:0 gegen Rotenburg und einem 2:0 gegen den
TSV Havelse lagen die Schneverdinger mit 9:0 Toren
um 3 Tore besser als die Adler und so musste man davon ausgehen,
dass diese einem Endspiel gleich kommende Partie von den Adlern gewonnen
werden musste, wenn es mit dem Turniersieg klappen sollte. Dazu waren zuerst
einmal die 3 starken Angreiferinnen zu stoppen und deshalb spielte man
erstmals mit 3 Abwehrspielerinnen, wobei Nele Lederer nach
links in die Verteidigung rückte, Kathrin Haspel die mittlere Position
gegen die kleinste und quirligste Stürmerin des Gegners übernahm und Sabrina
Lippert gegen die sehr wuchtige und schusstarke Linksaußen von links nach
rechts in der Abwehr wechselte. Das taktische Konzept im defensiven Bereich
ging voll auf – im ganzen Spiel tauchten die zuvor so starken Schneverdinger
gerade zweimal vor unserem Tor auf. Zudem schien ein Einzelgespräch mit der
bis dahin enttäuschenden Justine Grabowski Früchte zu tragen, denn die
spielte wie aufgedreht und hätte es fast geschafft, zur Matchwinnerin zu
werden. Zweimal tauchte sie allein vor der sehr starken Torhüterin auf, aber
beide Male behielt die bei gelupften Bällen die Oberhand: zunächst mit einer
tollen Parade den Ball aus der Luft flückend (4.), dann zur Ecke
abwehrend (9.). Nach einer weiteren Ecke von links war aber auch sie
machtlos, als Nele Lederer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze
hängen blieb, den abprallenden Ball aber sofort mit links in den linken
Winkel zauberte – 1:0, das vielleicht schönste, aber sicher
wichtigste Tor des Turniers (11.). Nun musste im letzten Spiel
nur noch ein Punkt her... SV Adler – SC Tewel 1:0 Auch gegen den von den Schneverdingern
lautstark unterstütztem Gastgeber, der selbst das Turnier nach
2 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage nicht mehr gewinnen
konnte, machten die Adler das Spiel, aber man wirkte streckenweise auch
nervös. Justine Grabowski zeigte sich erneut von ihrer besseren Seite
und endlich schien auch bei Alexa Danelski, die an diesem Tag unter
Normalform blieb, der Knoten zu platzen. Nach 4 Minuten hätte Justine
Grabowski eigentlich schon für das 1:0 sorgen müssen, aber auf die
Torhüterin zulaufend schoss sie diese – wie so oft in dieser Saison – frontal
an. Als Alexa Danelski nach Zuspiel von Nele Lederer dann aber aus
7 Metern mit wuchtigem Schuss halbhoch zum 1:0 traf (7.),
war der Turniersieg praktisch in trockenen Tüchern. Einmal mehr blieb es beim hoch verdienten
1:0 und da die Schneverdinger im letzten Turnierspiel gegen den TSV Lohberg
nicht über ein 0:0 hinaus kamen, lag man am Ende sogar noch mit
deutlichen 5 Punkten vor dem Zweiten. Bemerkenswert, dass der
Erfolg dem übermüdeten Team nach einer Nacht mit wenig Schlaf und zwei
potenziellen Leistungsträgern unter Normalform gelang. Aber die anderen
sprangen in die Bresche, allen voran Nele Lederer mit einer sehr
engagierten Leistung, die nicht zufällig mit 3 Toren belohnt
wurde.
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